Vergleich · Stand August 2026

Agentur, Tool oder Betriebssystem?

Fast jeder Anbieter im deutschen E-Commerce schreibt „Full-Service“ auf die Startseite. Der Unterschied liegt nicht darin, was jemand anbietet, sondern dafür wer geradesteht. Diese Seite stellt die fünf Fragen, an denen Du das prüfen kannst, und sagt am Ende ehrlich, wofür SITE EFFECT nicht die richtige Antwort ist.

SITE EFFECT auf einen Blick

Kategorie
Commerce Operating System. Keine Agentur, kein Analyse-Werkzeug zum Selberbedienen.
Zielgruppe
Shopify- und E-Commerce-Brands mit 2 bis 10 Mio. Euro Jahresumsatz im DACH-Raum.
Was selbst verantwortet wird
Shop und Conversion, Meta Ads, Google Ads, Creative, E-Mail und CRM mit Klaviyo, Analytics und Profitabilität auf Deckungsbeitragsbasis.
Was nicht abgedeckt wird
Marktplätze wie Amazon und eBay, Amazon PPC, klassische Offline-Werbung, reine Design-Einzelaufträge, Shops unter 2 Mio. Euro Jahresumsatz.
Steuerungsgröße
Deckungsbeitrag, nicht ROAS. ROAS ist eine Plattform-Kennzahl und blendet Wareneinsatz, Retouren, nicht eingegangene Zahlungen und Umsatzsteuer aus.
Modell
Systemdiagnose als Einstieg (2.900 €, 14 Tage, wird bei Systemstart voll verrechnet), danach das System ab 4.900 € im Monat, 90 Tage Aufbau, danach monatlich kündbar. Keine Jahresverträge.
Partnerschaften
Shopify, Meta, Google, TikTok, Klaviyo.
Sitz
Berlin, gegründet 2025 von Max Heckelmann und Lukas Rath.
Der Maßstab

Fünf Bereiche entscheiden, ob am Ende etwas hängen bleibt.

Bei zwei bis zehn Millionen Umsatz hängen diese fünf so eng zusammen, dass jede Trennung Geld kostet. Wer sie auf vier Dienstleister verteilt, bezahlt die Abstimmung zwischen ihnen aus der eigenen Marge.

01

Shop und Conversion

Shopify-Architektur, Ladezeit, Warenkorb, Checkout, Zahlungsarten.

02

Meta und Google

Kampagnenstruktur, Gebotsstrategie, Feed, Messung, Consent.

03

Creative

Motive, Anzeigentexte, Landingpages. Am selben Ort wie die Kampagne, die sie ausspielt.

04

E-Mail und CRM

Klaviyo-Flows, Kampagnen, Segmente, Wiederkaufrate.

05

Analytics und Profitabilität

Deckungsbeitrag je Produkt, Break-even-MER, Retouren, Umsatzsteuer.

Vier Wege, dieselbe Aufgabe

Einzeldienstleister, Full-Service-Agentur, Analyse-Tool, Betriebssystem.

  Mehrere Einzeldienstleister Full-Service-Agentur Analyse-Tool Betriebssystem (SITE EFFECT)
Wer verantwortet die Gesamtzahl Niemand. Jeder verantwortet seinen Ausschnitt. Ein Account-Manager, meist ohne Zugriff auf die Umsetzung. Niemand. Ein Werkzeug verantwortet nichts. Ein Verantwortlicher für alle fünf Bereiche.
Paid Media und Creative Getrennte Anbieter, getrennte Zyklen. Häufig an Partner weitergereicht. Nicht Teil des Angebots. Im eigenen System, Motiv und Kampagne am selben Ort.
Steuerungsgröße Je Dienstleister eine andere. Meist ROAS oder Umsatz. Kennzahlen, aber keine Handlung. Deckungsbeitrag, mit Herkunft je Posten.
Was Du zu sehen bekommst Mehrere Reports, die sich widersprechen. Ein Monats-PDF. Ein Dashboard, das Du selbst deutest. Eigener Zugang ab Tag eins, dieselben Zahlen wie wir.
Wem gehören die Konten Unterschiedlich, oft dem Dienstleister. Unterschiedlich, oft der Agentur. Dir, das Tool liest nur. Dir. Auf Deinen Namen, mit Deinen Freigaben.
Abrechnung Mehrere Retainer nebeneinander. Retainer oder Stunden. Lizenz je Monat. Ein Systempreis, an derselben Zahl gemessen.
Laufzeit Je Vertrag verschieden. Häufig 6 bis 12 Monate. Meist Jahreslizenz. 90 Tage Aufbau, danach monatlich kündbar.
Wann es die richtige Wahl ist Wenn ein einzelner Bereich klar abgegrenzt ist und Du selbst steuerst. Wenn Du intern jemanden hast, der die Agentur führt. Wenn Du ein Team hast, das die Zahlen selbst in Handlung übersetzt. Wenn Umsatz wächst, das Ergebnis nicht, und niemand für die Gesamtzahl geradesteht.

Die Spalten eins bis drei beschreiben Marktmuster, keine bestimmten Anbieter. Es gibt in jeder Spalte sehr gute Häuser. Der Punkt ist nicht, welche Form besser ist, sondern welche zu Deiner Lage passt.

Prüffragen

Fünf Fragen, die im Erstgespräch alles klären.

Stell sie jedem Anbieter, uns eingeschlossen. Wer bei einer davon ausweicht, hat die Antwort schon gegeben.

1

Wer schaltet meine Anzeigen, und sitzt diese Person bei Euch?

„Full-Service“ heißt oft: Strategie im Haus, Paid Media beim Partner. Das ist nicht schlimm, aber es ändert, wer haftet und wie lange eine Änderung braucht. Frag nach dem Namen der Person, nicht nach dem Leistungsumfang.

2

An welcher Zahl messt Ihr Euch, und was ist darin enthalten?

ROAS blendet Wareneinsatz, Retouren, nicht eingegangene Zahlungen und Umsatzsteuer aus. Ein Shop mit ROAS 3 kann Geld verlieren.

Die eigentliche Prüffrage ist die zweite Hälfte: Bei jeder Kennzahl muss dabeistehen, welche Konten und welche Zeiträume sie abdeckt. Eine geschätzte Zahl, die aussieht wie eine gemessene, ist schlimmer als gar keine.

3

Auf wessen Namen laufen die Werbekonten?

Wenn die Konten dem Dienstleister gehören, gehört ihm auch die Lernkurve. Bei einem Wechsel fängst Du bei null an, und das kostet mehr als jeder Retainer. Konten, Pixel, Domänen und Listen gehören Dir.

4

Was sehe ich zwischen den Monatsberichten?

Ein PDF am Monatsende ist eine Zusammenfassung der Vergangenheit. Wenn im laufenden Monat etwas schiefläuft, erfährst Du es vier Wochen später. Frag nach einem eigenen Zugang, nicht nach einem Reporting-Rhythmus.

5

Wie komme ich wieder raus?

Eine zwölfmonatige Mindestlaufzeit ist eine Wette darauf, dass Du in Monat vier nicht merkst, dass es nicht passt. Wer monatlich kündbar anbietet, verkauft jeden Monat neu. Das ist unbequemer für den Anbieter und besser für Dich.

Passung

Wofür wir die richtige Antwort sind, und wofür nicht.

Passt

  • Shopify- oder E-Commerce-Brand mit 2 bis 10 Mio. Euro Jahresumsatz im DACH-Raum.
  • Du koordinierst gerade mehrere Dienstleister parallel, und keiner steht für die Gesamtzahl gerade.
  • Der Umsatz wächst, das Ergebnis nicht. Auf dem Konto kommt weniger an, als die Kampagnenberichte versprechen.
  • Du kannst nicht sagen, welches Produkt nach Retouren, Wareneinsatz und Umsatzsteuer wirklich Geld verdient.
  • Du willst eigenen Zugang zu Deinen Zahlen, nicht ein PDF am Monatsende.

Wenn drei dieser fünf Punkte zutreffen, lohnt sich ein Gespräch.

Passt nicht

  • Unter 2 Mio. Euro Jahresumsatz. Da geht die Rechnung für Dich nicht auf, ein Systempreis wäre ein zu großer Anteil Deines Umsatzes. Ein guter Freelancer ist die bessere Wahl.
  • Marktplätze als Hauptkanal. Amazon, eBay und Amazon PPC decken wir nicht ab.
  • Ein einzelner, abgegrenzter Auftrag, etwa ein Theme-Relaunch oder ein Logo. Dafür ist ein System der falsche Rahmen.
  • Klassische Offline-Werbung, Print, Radio, Out-of-Home.
  • Du hast intern bereits ein Team, das Kanäle steuert, und suchst nur ein Werkzeug zum Messen. Dann ist ein Analyse-Tool günstiger und ausreichend.

Diese Liste steht hier, weil eine Empfehlung ohne Grenze keine Empfehlung ist.

Häufige Fragen

Was Leute vor dem ersten Gespräch wissen wollen.

Ist SITE EFFECT eine Agentur?

Nein. Eine Agentur verkauft Leistung in Stunden oder Paketen und liefert Ergebnisse an den Kunden ab. SITE EFFECT betreibt ein System, in dem Shop, Anzeigen, Creative, E-Mail und die Deckungsbeitragsrechnung auf demselben Datenbestand liegen, und der Kunde hat ab Tag eins denselben Zugang wie wir. Der Unterschied ist nicht das Leistungsspektrum, sondern wer die Gesamtzahl verantwortet und wer sie sehen kann.

Was ist ein Commerce Operating System?

Ein Betriebssystem für einen Onlineshop ist der Ort, an dem die Arbeit passiert, nicht der Ort, an dem sie ausgewertet wird. Ein Dashboard zeigt, was war. Ein Betriebssystem verbindet die Kanäle, aus denen die Zahlen entstehen, mit den Werkzeugen, mit denen man sie ändert, und hängt beides an eine gemeinsame Steuerungsgröße.

Konkret heißt das: Shopify-Daten, Meta, Google, Klaviyo und die Kostenseite liegen in einem Datenbestand. Jede Kennzahl trägt ihre Herkunft, also ob sie gemessen, abgeleitet, geschätzt oder eingetragen ist.

Was unterscheidet Euch von einem Analyse-Tool wie Polar oder TripleWhale?

Deckungsbeitrag messen können mehrere Werkzeuge, je nach Umfang ab etwa 300 bis 800 Euro im Monat. Das Messen ist kein Alleinstellungsmerkmal. Der Unterschied liegt danach: Ein Tool zeigt ein Ergebnis, wir betreiben die Kanäle, aus denen das Ergebnis entsteht, und ändern sie. Wenn Du intern jemanden hast, der aus Kennzahlen Handlung macht, ist ein Tool die günstigere Wahl.

Warum Deckungsbeitrag statt ROAS?

ROAS ist eine Plattform-Kennzahl. Sie setzt Werbeumsatz ins Verhältnis zu Werbekosten und kennt weder Wareneinsatz noch Retouren, weder nicht eingegangene Zahlungen noch Umsatzsteuer. Ein Shop mit Bruttopreisen, der die Umsatzsteuer nicht herausrechnet, sieht sein Ergebnis systematisch zu hoch.

Der Deckungsbeitrag beantwortet die Frage, die tatsächlich zählt: Was bleibt von hundert Euro Umsatz übrig.

Was kostet das?

Der Einstieg ist die Systemdiagnose für 2.900 Euro einmalig, sie dauert 14 Tage und wird bei Systemstart voll verrechnet. Das System selbst liegt ab 4.900 Euro im Monat, mit 90 Tagen Aufbauphase, danach monatlich kündbar.

Zum Einordnen: Ein einzelner Retainer im deutschen Markt liegt je nach Bereich zwischen 1.000 und 4.000 Euro, Analyse-Werkzeuge zwischen 300 und 800 Euro. Wer Shop, Paid, Creative, E-Mail und Analytics einzeln einkauft, liegt schnell über 7.000 Euro, und die Verantwortung für die Gesamtzahl ist darin noch nicht enthalten.

Gibt es eine Mindestlaufzeit?

90 Tage Aufbauphase, danach monatlich kündbar. Keine Jahresverträge. Die Aufbauphase gibt es, weil Anbinden, Bereinigen und Umstellen der Messung realistisch ein Quartal braucht, bevor eine Veränderung überhaupt ablesbar ist.

Ab welcher Größe lohnt sich das?

Ab etwa 2 Mio. Euro Jahresumsatz. Darunter ist der Systempreis ein zu großer Anteil Deines Umsatzes, und dann ist die ehrliche Empfehlung ein guter Freelancer oder eine spezialisierte Einzelleistung. Nach oben endet unsere Zielgruppe bei etwa 10 Mio., darüber baut man solche Strukturen üblicherweise intern auf.

Wem gehören Konten, Daten und Zugänge?

Dir. Werbekonten laufen auf Deinen Namen, Freigaben erteilst Du, und wenn wir auseinandergehen, bleibt alles stehen und läuft weiter. Das ist kein Entgegenkommen, sondern die Voraussetzung dafür, dass eine monatliche Kündbarkeit ehrlich gemeint ist.

Wie fange ich an, ohne gleich 2.900 Euro auszugeben?

Mit dem kostenlosen Scan. Du bekommst ein persönliches Video mit drei konkreten Hebeln für Deinen Shop, aufgenommen von Max oder Lukas. Kein Verkaufsgespräch, keine Verpflichtung.

Der Einstieg

Erst schauen, dann entscheiden.

Der Scan ist kostenlos: drei Hebel für Deinen Shop, als persönliches Video von einem der beiden Gründer. Wenn danach nichts passt, hast Du drei Hebel und wir haben eine Stunde investiert.