CPA = CPC ÷ Conversion Rate. Mit dem deutschen E-Commerce-Schnitt aus dem ersten Quartal 2026 (0,85 Euro je Klick, 2,6 Prozent Conversion Rate) kostet ein Kauf 32,70 Euro. Bei 75 Euro Bestellwert netto und 45 Prozent Deckungsbeitragsmarge vor Werbung bleiben davon rund 1 Euro je Bestellung übrig. Der Klickpreis allein sagt nichts. Erst CPA und Marge zusammen zeigen, ob Dein Budget trägt.
Was ein Klick kostet: die Benchmarks 2026
Die Zahlen unterscheiden sich je nach Quelle stark, weil jede etwas anderes misst. Eine Übersicht über die drei, die wir für Shopify-Shops am nützlichsten finden:
| Kennzahl | Wert | Umfang und Quelle |
|---|---|---|
| CPC E-Commerce Deutschland | 0,85 € | Branchenschnitt Q1 2026, Zusammenstellung von Bravery Technology |
| CTR / Conversion Rate E-Commerce | 2,2 % / 2,6 % | dieselbe Zusammenstellung |
| CPA E-Commerce Deutschland | 32,70 € | dieselbe Zusammenstellung |
| CPC Suche Deutschland / Österreich | 1,32 € / 1,18 € | Schnitt über alle Branchen, Q1 2026 |
| Median CPC Google Shopping, Europa | 0,34 € | smarter-ecommerce, Daten Oktober 2025 bis Oktober 2026 |
| CPC Shopping und Performance Max, Veränderung | +15 % | Channable, Juni 2025 bis Juni 2026, Median über mehr als 10.000 Händler |
| ROAS Performance Max / Shopping, Veränderung | − 46 % / − 43 % | Channable, derselbe Zeitraum |
Dass 0,85 Euro und 0,34 Euro nebeneinander stehen, ist kein Widerspruch. Der erste Wert mischt Kampagnentypen, vor allem die teurere Suche, der zweite ist der Median reiner Shopping-Klicks. Für Dein Konto zählt weder noch: Nach Channable liegt der Median je Branche zwischen 0,39 Euro (Mode) und 0,56 Euro (Elektronik, Gesundheit und Beauty). Wichtiger als die Höhe ist die Richtung. Der Klick wird teurer, der Ertrag je Euro sinkt, und beides gleichzeitig.
Vom Klick zum Kauf: die Formel
Ein Klick ist keine Bestellung. Du zahlst für Besuche und lebst von Käufen. Die Brücke dazwischen ist die Conversion Rate:
| Schritt | Rechnung | Ergebnis |
|---|---|---|
| Preis je Kauf (CPA) | 0,85 € ÷ 2,6 % | 32,69 € |
| Bestellwert netto | Annahme | 75,00 € |
| Deckungsbeitrag vor Werbung | 75 € × 45 % | 33,75 € |
| Deckungsbeitrag nach Werbung | 33,75 € − 32,69 € | 1,06 € |
| ROAS | 75 € ÷ 32,69 € | 2,29 |
| Break-even-ROAS | 1 ÷ 45 % | 2,22 |
Ein ROAS von 2,29 sieht in jedem Bericht solide aus. Gegen die Schwelle von 2,22 ist er nichts: Auf dem Erstkauf bleibt ein Euro je Bestellung. Wie Du die Schwelle für Deinen Shop ermittelst, steht im Playbook zum Break-even-ROAS. Warum der ROAS als Steuergröße trotzdem trügt, zeigt ROAS oder Deckungsbeitrag.
Die Matrix aus CPC und Conversion Rate
Dieselbe Rechnung mit anderen Eingaben, bei 75 Euro Bestellwert netto und 33,75 Euro Deckungsbeitrag vor Werbung. In der Tabelle steht der Deckungsbeitrag je Bestellung nach Werbung:
| CPC | 1,5 % Conversion Rate | 2,6 % Conversion Rate | 3,5 % Conversion Rate |
|---|---|---|---|
| 0,50 € | +0,42 € (CPA 33,33 €) | +14,52 € (CPA 19,23 €) | +19,46 € (CPA 14,29 €) |
| 0,85 € | −22,92 € (CPA 56,67 €) | +1,06 € (CPA 32,69 €) | +9,46 € (CPA 24,29 €) |
| 1,30 € | −52,92 € (CPA 86,67 €) | −16,25 € (CPA 50,00 €) | −3,39 € (CPA 37,14 €) |
Vier von neun Feldern verlieren Geld. Der größte Hebel liegt nicht im Klickpreis, sondern in der Spalte: Von 1,5 auf 3,5 Prozent Conversion Rate zu kommen, verändert das Ergebnis bei 0,85 Euro CPC um über 32 Euro je Bestellung. Das ist Shop-Arbeit, keine Gebotsarbeit. Die Hebel dafür stehen im Playbook zur Shopify Conversion Rate.
Was 10.000 Euro Budget bewirken
| Position | Rechnung | Ergebnis im Monat |
|---|---|---|
| Klicks | 10.000 € ÷ 0,85 € | 11.765 |
| Bestellungen | 11.765 × 2,6 % | 306 |
| Umsatz netto | 306 × 75 € | 22.941 € |
| Deckungsbeitrag vor Werbung | 22.941 € × 45 % | 10.324 € |
| Ergebnis nach Werbung | 10.324 € − 10.000 € | 324 € |
Zehntausend Euro Budget, dreihundert Euro Ergebnis, und das in einem Monat ohne Saison. Wirklich wertvoll wird die Rechnung erst im zweiten und dritten Kauf derselben Kunden. Dafür brauchst Du den Customer Lifetime Value, nicht den ersten Warenkorb. Für die Mindestbudgets gilt unsere Faustregel, keine Google-Vorgabe: Eine Kampagne braucht pro Monat rund 30 Käufe, damit die Gebotsstrategie etwas zu lernen hat. Bei 32,69 Euro CPA sind das 981 Euro im Monat oder 33 Euro am Tag je Kampagne. Drei Kampagnen mit je 15 Euro am Tag lernen schlechter als eine mit 45 Euro.
Wie Du Feed und Kampagnenstruktur dafür aufsetzt, steht in den Playbooks zu Performance Max und zum Merchant-Center-Feed. Wie die Kosten bei Meta aussehen, zeigt Meta Ads Kosten 2026.
Q4: wenn der Klick teurer wird
Channable misst für das vierte Quartal 2025 gegenüber dem ersten Quartal einen um 9,1 Prozent höheren CPC bei 47,9 Prozent mehr Werbeausgaben. Auf unser Beispiel angewendet:
| Position | Q1-Niveau | Q4-Niveau (CPC +9,1 %) |
|---|---|---|
| CPC | 0,85 € | 0,93 € |
| CPA bei 2,6 % Conversion Rate | 32,69 € | 35,67 € |
| Deckungsbeitrag je Bestellung nach Werbung | +1,06 € | −1,92 € |
Aus einem Euro Plus wird ein Euro Minus, ohne dass Du etwas falsch gemacht hast. Wer im November mehr Budget in dieselbe Kampagne gibt, kauft Umsatz mit negativer Marge. Das gilt besonders, wenn zusätzlich Rabatte laufen, deren Wirkung das Playbook zum Black Friday durchrechnet. Der Ausweg ist selten mehr Budget und fast immer ein höherer Bestellwert oder eine bessere Conversion Rate vor dem Klick.
Wie wir das lösen
In SITE FX steht neben jeder Kampagne nicht der ROAS, sondern der Deckungsbeitrag nach Werbung, gerechnet mit dem echten Wareneinsatz je Artikel. Dadurch ist die Frage "trägt sich Google Ads" eine Zahl pro Kampagne und Monat, nicht eine Meinung. Die Bereiche Performance und Tracking wählst Du auf der Preisseite, den Preis machen wir im Gespräch mit Deinen Zahlen.
Häufige Fragen
Was kosten Google Ads für einen Onlineshop pro Monat?
Das Budget bestimmst Du, die Kosten je Ergebnis bestimmt der Markt. Im deutschen E-Commerce liegt der CPC laut Branchenzusammenstellung für das erste Quartal 2026 bei 0,85 Euro, die Conversion Rate bei 2,6 Prozent und der CPA bei 32,70 Euro. Bei 10.000 Euro Monatsbudget ergeben sich so rund 11.800 Klicks und gut 300 Bestellungen. Ob das wirtschaftlich ist, entscheidet nicht der Betrag, sondern die Marge: Bei 75 Euro Bestellwert und 45 Prozent Deckungsbeitragsmarge bleiben nach Werbung rund 1 Euro je Bestellung.
Wie hoch ist ein guter CPC bei Google Shopping?
Der Median für Google Shopping in Europa liegt laut smarter-ecommerce bei 0,34 Euro, nach Channable je nach Branche zwischen 0,39 Euro (Mode) und 0,56 Euro (Elektronik, Gesundheit und Beauty). Ein guter CPC ist aber der, bei dem Dein CPA unter dem Deckungsbeitrag je Bestellung bleibt. Maßgeblich ist deshalb die Formel CPA = CPC geteilt durch Conversion Rate, nicht der Vergleich mit einem Branchenschnitt.
Wie berechne ich, ob sich Google Ads für meinen Shop lohnen?
Teile den CPC durch die Conversion Rate, das ergibt den CPA. Stelle ihn dem Deckungsbeitrag je Bestellung vor Werbung gegenüber, also Bestellwert netto mal Marge nach variablen Kosten. Liegt der CPA darunter, trägt sich der Erstkauf. Liegt er darüber, brauchst Du Folgekäufe, die Du über den Customer Lifetime Value belegen musst.
Warum werden Google Ads Kosten gerade teurer?
Nach den Daten von Channable stieg der CPC in Shopping und Performance Max zwischen Juni 2025 und Juni 2026 um 15 Prozent, während der ROAS um 43 bis 46 Prozent fiel. Dazu kommt die Saison: Im vierten Quartal war der CPC 9,1 Prozent höher als im ersten bei knapp 48 Prozent mehr Ausgaben. Die Wirkung ist doppelt, weil höhere Klickpreise und eine schwächere Conversion Rate den CPA gleichzeitig nach oben ziehen.
Trägt sich Dein Google-Ads-Budget?
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Quellen & Datenbasis
Benchmarks Google Ads Deutschland, Q1 2026: Bravery Technology · Shopping-CPC Europa: smarter-ecommerce · CPC, ROAS und Saison bei Shopping und Performance Max: PPC Land zum Channable-Benchmark