Klaviyo kostet im E-Mail-Plan 20 USD bei 500, 150 USD bei 10.000 und 720 USD bei 50.000 aktiven Profilen, bis 250 Profile ist es kostenlos. Gezählt wird seit Februar 2025 jedes erreichbare Profil, unabhängig von der Einwilligung. Wer Profile ohne Einwilligung und ohne Kauf sowie zwölf Monate Inaktive unterdrückt, kommt von 50.000 auf 10.000 Profile und spart 6.840 USD im Jahr, ohne Umsatz zu verlieren.
Was Klaviyo 2026 kostet
Klaviyo rechnet nach aktiven Profilen ab, nicht nach versendeten Mails. Der Preis steigt in Stufen, und in jeder Stufe sind zehnmal so viele Versendungen enthalten, wie Du Profile hast. Bei 10.000 Profilen also 100.000 Mails im Monat. Das reicht für die meisten Shops, das Profil-Limit ist fast immer die Grenze, die zuerst greift.
| Aktive Profile | E-Mail-Plan je Monat | Preis je Profil |
|---|---|---|
| bis 250 | 0 USD | 500 Mails gratis |
| 500 | 20 USD | 4,0 Cent |
| 1.000 | 30 USD | 3,0 Cent |
| 2.500 | 60 USD | 2,4 Cent |
| 5.000 | 100 USD | 2,0 Cent |
| 10.000 | 150 USD | 1,5 Cent |
| 50.000 | 720 USD | 1,44 Cent |
| 250.000 | rund 2.300 USD | 0,92 Cent |
Der Plan mit SMS beginnt bei 35 USD, SMS werden zusätzlich über Guthaben abgerechnet. Dazu kommen Zusatzprodukte, die ebenfalls an der Profilzahl hängen: Marketing Analytics ab 100 USD im Monat für bis zu 13.500 Profile, der Customer Hub ab 20 USD für bis zu 10.000 Profile. Für die meisten Shops in der DACH-Region ist der reine E-Mail-Plan die relevante Zeile.
Lies die Tabelle von rechts: Der Preis je Profil fällt mit der Größe, aber er fällt langsam. Zwischen 10.000 und 50.000 Profilen sinkt er nur von 1,5 auf 1,44 Cent. Wer seine Liste verfünffacht, zahlt fast das Fünffache. Klaviyo ist im Kern eine Steuer auf die Listengröße, und deshalb entscheidet nicht der Tarif über Deine Kosten, sondern die Frage, wer in der Liste steht.
Was ein aktives Profil ist, und warum es Dich in Deutschland mehr kostet
Seit dem 18. Februar 2025 zählt Klaviyo jedes Profil, das per E-Mail erreichbar ist, und zwar unabhängig vom Einwilligungsstatus. Das steht so in Klaviyos eigener Abrechnungshilfe. Wer im Checkout seine Adresse hinterlässt, ohne den Newsletter anzuhaken, ist ein aktives Profil. Wer einen Warenkorb abbricht, ebenso. Nicht gezählt werden nur Profile, die unterdrückt, abgemeldet, gebounct oder gelöscht sind.
In den USA ist das ärgerlich. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist es teuer, weil Du einen großen Teil dieser Profile gar nicht bewerben darfst. Für Werbemails brauchst Du eine ausdrückliche Einwilligung, sauber über ein Double-Opt-in dokumentiert. Die einzige Ausnahme ist der Bestandskunde: Wer bei Dir gekauft hat, darf unter den Bedingungen von § 7 Abs. 3 UWG Werbung für ähnliche Produkte bekommen, wenn Du beim Kauf darauf hingewiesen hast und er nicht widersprochen hat. Wie das Einwilligungs-Setup sauber aussieht, steht im Playbook zu Double-Opt-in und DSGVO in Klaviyo.
Daraus folgt eine Gruppe, die in fast jedem deutschen Konto liegt: Profile ohne Einwilligung und ohne Kauf. Abgebrochene Checkouts, Gewinnspiel-Reste, Importe aus einem alten System. Du darfst ihnen keine Kampagne schicken, aber Du zahlst jeden Monat für sie.
Der Rechenweg: 50.000 Profile, 10.000 davon lebendig
Nimm ein Konto mit 50.000 aktiven Profilen, gewachsen über drei, vier Jahre. Die Aufteilung ist eine Annahme, die Du in Deinem Konto in einer Stunde nachprüfen kannst:
| Gruppe | Profile | Was damit passiert |
|---|---|---|
| Ohne Einwilligung, ohne Kauf | 9.000 | unterdrücken |
| Erreichbar, aber 12 Monate ohne Klick, Besuch oder Kauf | 31.000 | eine Rückhol-Sequenz, danach unterdrücken |
| Aktiv in den letzten 12 Monaten | 10.000 | bleiben |
Vorher: 50.000 Profile = 720 USD im Monat = 8.640 USD im Jahr.
Nachher: 10.000 Profile = 150 USD im Monat = 1.800 USD im Jahr.
Differenz: 570 USD im Monat, also 6.840 USD im Jahr, ohne dass ein einziger Euro Umsatz verloren geht. Die 40.000 entfernten Profile haben ein Jahr lang nichts gekauft und nichts geklickt.
Zwei Details entscheiden, ob die Rechnung im nächsten Monat tatsächlich sinkt. Erstens braucht Klaviyo nach dem Unterdrücken bis zu 72 Stunden, bis die Profilzahl aktualisiert ist. Zweitens muss Dein Konto am Ende des Abrechnungszeitraums zum Plan passen, sonst stuft Klaviyo automatisch hoch. Räume also mindestens einen, besser drei Tage vor dem Abrechnungstag auf, nicht am Abend davor.
Ein Hinweis zur Messung: Öffnungen taugen nicht mehr als Aktivitätssignal, weil Apple Mail sie seit Jahren automatisch auslöst. Baue das Segment über Klicks, Seitenbesuche und Käufe. Sonst behältst Du genau die Profile, die nur ein iPhone geöffnet hat.
Was Klaviyo im Verhältnis zum Umsatz kostet
Die Gebühr allein sagt wenig. Die richtige Kennzahl ist der Anteil der Klaviyo-Kosten am Umsatz, den E-Mail tatsächlich bringt. Nach Klaviyos eigenen Benchmarks über mehr als 183.000 Marken erzeugen automatisierte Flows rund 41 Prozent des E-Mail-Umsatzes mit nur 5,3 Prozent der Versendungen. Der Umsatz je Empfänger liegt bei Flows etwa beim Achtzehnfachen einer Kampagne.
Ein Beispiel: Ein Shop mit 1,2 Mio. Euro Jahresumsatz, der 20 Prozent über E-Mail macht, verdient dort 240.000 Euro. Mit 10.000 gepflegten Profilen zahlt er 1.800 USD im Jahr, also deutlich unter einem Prozent des E-Mail-Umsatzes. Mit 50.000 ungepflegten Profilen sind es 8.640 USD und damit rund das Vierfache, für exakt denselben Umsatz. Welche fünf Flows diesen Umsatz tragen, steht im Playbook zu den Klaviyo-Flows.
Eine gepflegte Liste ist übrigens nicht nur günstiger, sie wird auch besser zugestellt. Wer regelmäßig an Zehntausende Inaktive sendet, sammelt schlechte Signale bei Gmail und Microsoft, und am Ende landen auch die Mails an die guten Kunden im Spam. Den Zusammenhang erklärt das Playbook zur Zustellbarkeit.
Die vier Schritte für eine kleinere Rechnung
- Segment ohne Einwilligung und ohne Kauf anlegen und unterdrücken. Das ist der schnellste und sauberste Hebel, weil Du diese Profile ohnehin nicht bewerben darfst.
- Sunset-Flow für alle, die zwölf Monate nicht geklickt, besucht oder gekauft haben: zwei, drei Mails mit einer klaren Frage, danach automatisch unterdrücken.
- Importe prüfen. Keine Listen aus Gewinnspielen, Messen oder alten Systemen ohne dokumentierte Einwilligung hochladen. Jedes Profil kostet ab dem ersten Tag.
- Den Rhythmus festlegen. Einmal im Quartal, jeweils einige Tage vor dem Abrechnungstag. Ein Termin, keine Aktion.
Lohnt sich ein günstigeres Tool?
Manchmal, aber seltener als die Preistabelle vermuten lässt. Der Wechsel spart einige hundert Euro im Jahr und kostet Flows, Segmente und die tiefe Shopify-Anbindung, auf denen der Umsatz liegt. Rechne zuerst die Liste klein. Wenn Klaviyo danach immer noch mehr als ein, zwei Prozent des E-Mail-Umsatzes kostet, ist nicht das Tool das Problem, sondern der Umsatz, den E-Mail bringt.
Wie E-Mail mit Performance und Deckungsbeitrag in einer Steuerung zusammenläuft, statt in drei getrennten Berichten, steht im System. Was das Modul Retention und E-Mail im Monat kostet, steht offen auf der Preisseite.
Häufige Fragen
Was kostet Klaviyo im Monat?
Der E-Mail-Plan kostet 20 USD bei 500 aktiven Profilen, 30 USD bei 1.000, 60 USD bei 2.500, 100 USD bei 5.000, 150 USD bei 10.000 und 720 USD bei 50.000 Profilen. Bis 250 Profile ist Klaviyo kostenlos. Je Profil sind zehn Versendungen im Monat enthalten. Der Plan mit SMS beginnt bei 35 USD, SMS werden zusätzlich über Guthaben abgerechnet.
Was zählt Klaviyo als aktives Profil?
Seit dem 18. Februar 2025 zählt jedes Profil, das per E-Mail erreichbar ist, unabhängig vom Einwilligungsstatus. Dazu gehören auch Kunden, die im Checkout ihre Adresse hinterlassen haben, ohne den Newsletter zu abonnieren. Unterdrückte, abgemeldete, gebouncte und gelöschte Profile zählen nicht.
Zahle ich für Kontakte, denen ich keine Werbung schicken darf?
Ja, solange sie nicht unterdrückt sind. In Deutschland betrifft das vor allem Profile ohne Einwilligung und ohne Kauf, etwa abgebrochene Checkouts oder alte Importe. Bestandskunden dürfen unter den Bedingungen von § 7 Abs. 3 UWG Werbung für ähnliche Produkte erhalten. Für alle anderen gilt: unterdrücken, dann fallen sie aus der Abrechnung.
Wie senke ich meine Klaviyo-Kosten?
Unterdrücke Profile ohne Einwilligung und ohne Kauf, richte einen Sunset-Flow für alle ein, die zwölf Monate nicht geklickt, besucht oder gekauft haben, und importiere keine Listen ohne dokumentierte Einwilligung. Räume mindestens einen bis drei Tage vor dem Abrechnungstag auf, weil die Profilzahl bis zu 72 Stunden zum Aktualisieren braucht.
Lohnt sich der Wechsel zu einem günstigeren E-Mail-Tool?
Selten als erster Schritt. Eine bereinigte Liste senkt die Kosten oft stärker als ein Toolwechsel und behält Flows, Segmente und die Shopify-Anbindung. Liegen die Klaviyo-Kosten danach noch über ein bis zwei Prozent des E-Mail-Umsatzes, liegt das Problem meist beim Umsatz aus E-Mail, nicht beim Tool.
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Quellen & Datenbasis
Abrechnung nach aktiven Profilen, 72-Stunden-Aktualisierung, Zusatzprodukte: help.klaviyo.com · Preisstufen 2026: tinycommand.com, omnisend.com, emailtooltester.com · Benchmark Flows gegen Kampagnen: klaviyo.com · Rechtlicher Rahmen: § 7 Abs. 3 UWG, keine Rechtsberatung